Pendlerort Lehre/Cremlingen

Besuch in der "Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks"

  • 04.03.2013
  • Lehre

Die "Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerks" besuchten kürzlich Kolleginnen und Kollegen der IG Metall aus dem Pendlerort Lehre/Cremlingen.

Dr. Ulrike Gutzmann, Archivarin bei Volkswagen, führte die Gruppe durch die in einem früheren Luftschutzbunker unter der Halle 1 eingerichtete Ausstellung.

Jedes Jahr besuchen rund 3000 Menschen die Erinnerungsstätte, die mit Unterstützung des Gesamtbetriebsrates, der Jugendvertretung und der Volkswagen Coaching entstanden war und in ihrer jetzigen Form im Dezember  1999 eröffnet wurde. Zu sehen sind dort historische Dokumente und Fotos aus der Zeit des Nationalsozialismus, in der bei Volkswagen Zwangsarbeiter eingesetzt worden waren, darunter auch KZ-Häftlinge ebenso wie etwa sowjetische Kriegsgefangene, französische Zivilarbeiter und Kriegsgefangene oder italienische Militärinternierte.

Dr. Ulrike Gutzmann informierte die Gewerkschafter auch über die Arbeit im Unternehmensarchiv von Volkswagen, das die für das Unternehmen aus historischen und juristischen Gründen bedeutsamen Dokumente überliefert und nach Ablauf möglicher Sperrfristen zugänglich macht. Das Archiv beantwortet zudem Anfragen zur Unternehmensgeschichte und zu den historischen Produkten von Volkswagen.

"Der Besuch in der Erinnerungsstätte war sehr interessant und führte uns noch einmal vor Augen, wie wichtig es ist, dass wir aus der Geschichte lernen", sagte Kai Rosilius, Leiter des Pendlerorts Lehre/Cremlingen.


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