IdeenBilanz 2014

Volkswagen Mitarbeiter haben so viele gute Ideen wie noch nie

19.02.2015 | Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Volkswagen haben im vergangenen Jahr 66.260 Verbesserungsvorschläge eingereicht – mehr als jemals zuvor in der 65-jährigen Geschichte des Ideenmanagements bei Volkswagen. Sie übertrafen damit den Vorjahreswert um 6 Prozent. Mehr als 111,6 Millionen Euro wurden dadurch eingespart.

  • Rekord: Mehr als 66.000 Verbesserungsideen eingebracht
  • Zwei Millionen Mitarbeiterideen in 65 Jahren Ideenmanagement

Die Prämien an die Ideengeber stiegen auf 21,7 Millionen Euro. Zudem wurde im März die zweimillionste Mitarbeiteridee ausgezeichnet. Heute präsentierten Pirka Falkenberg, Leiterin des Konzern-Ideenmanagements, und Betriebsrätin Gabriele Trittel die Ergebnisse der IdeenBilanz 2014 in Wolfsburg.

Pirka Falkenberg stellte die Eckdaten der IdeenBilanz 2014 vor: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Volkswagen haben 2014 so viele Verbesserungsideen eingereicht wie noch nie zuvor: 66.260 Neueingänge. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 6 Prozent. Auch die Qualität der Mitarbeiterideen stimmt - die Vergütung durch Prämienzahlungen stieg um mehr als 1 Prozent auf rund 21,7 Millionen Euro. Insgesamt wurden Einsparungen von 111,6 Millionen Euro erzielt."

In den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Hannover, Emden und Kassel sowie in Zwickau und Chemnitz wurden 27.739 Verbesserungsideen prämiert.

"Das Ideenmanagement ist eine feste Institution bei Volkswagen. Dafür stehen unsere Kolleginnen und Kolleginnen mit mehr als zwei Millionen Verbesserungsideen in 65 Jahren. Wir haben eine Betriebsvereinbarung für das Ideenmanagement, damit es klare und für alle nachvollziehbare Regeln gibt - von der Abgabe einer Idee, über die Bewertung bis hin zu einer angemessenen Prämierung", sagte Gabriele Trittel, verantwortliche Betriebsrätin für das Volkswagen Ideenmanagement. Gute Ideen aus der Belegschaft nützten auch dem Unternehmen. Sie führten zu Innovationen bei Produkten und in der Produktion. Trittel: "Unsere Ideengeber sind engagierte, pfiffige Kolleginnen und Kollegen. Sie helfen mit ihrer Kreativität, Komponenten und Autos noch effizienter zu fertigen. So tragen sie dazu bei, die Beschäftigung bei Volkswagen noch sicherer zu machen."

Das Volkswagen Ideenmanagement
Deutschlandweit arbeiten rund 50 Experten für das Volkswagen Ideenmanagement (davon 17 in Wolfsburg). Darüber hinaus sind in den Volkswagen Werken Ideenmanager tätig, die im Auftrag ihrer Fachbereiche die Beurteilung der eingereichten Verbesserungsideen vorantreiben.
Von 1949 bis Ende 2014 haben Beschäftigte der Volkswagen Standorte in Niedersachsen, Sachsen und Hessen über das heutige Ideenmanagement und das ehemalige Betriebliche Vorschlagswesen 2.065.596 Verbesserungsideen eingereicht. Das Unternehmen sparte dadurch rund 3,2 Milliarden Euro ein und zahlte Prämien in Höhe von rund 550 Millionen Euro aus.

Die Historie: Vom Vorschlagswesen zum Ideenmanagement
Seit April 1949 bindet das als Bestandteil der Qualitätssicherung eingerichtete "Betriebliche Vorschlagswesen" die Belegschaft in die Weiterentwicklung zukunftsfähiger Produkte und Arbeitsabläufe ein. Jeder Mitarbeiter war angehalten, Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsprozesse zu machen und dadurch Rationalisierungen und Verbesserungen bei Qualität und Produktivität für das Unternehmen zu erzielen. So wurde das Innovationspotenzial der gesamten Belegschaft genutzt. Prämierungen für eingereichte Verbesserungsvorschläge boten Anreiz sowie Anerkennung für den Einzelnen. Die Begutachtung eingereichter Vorschläge und Festlegung der Prämienhöhe oblag einer der Geschäftsführung des Unternehmens direkt unterstellten Kommission.

Management und Arbeitnehmervertretung gemeinsam motivierten die Belegschaft und warben für die Einbringung von Ideen. Nach der Eingliederung des Vorschlagswesens in den Vorstandsbereich Personal Ende 1969 kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Zahl der Verbesserungsvorschläge, so dass sich das Einsparvolumen im Folgejahr nahezu verdoppelte und bei über zehn Millionen D-Mark (DM) lag. Gleichzeitig wurde rund eine Million DM an Prämien ausgezahlt. Für eine besonders herausragende Idee erhielt ein Volkswagen Mitarbeiter 1972 erstmals eine Einzelprämie von 100.000 DM, was der heutigen Höchstprämie von 51.129 Euro entspricht.

Ab 1999 wurde das Vorschlagswesen zum Ideenmanagement weiterentwickelt. Mit diesem neuen Konzept wurden alle beteiligungsorientierten Maßnahmen und Prozesse zur kontinuierlichen Verbesserung zusammengefasst. Während die Grundsätze aus der Vergangenheit ihre Gültigkeit behielten, trugen vereinfachte Abläufe und Anerkennungsverfahren zur Motivation der Beschäftigten bei und erleichterten das Einreichen von Ideen. Bis heute können Verbesserungen im unmittelbaren Arbeitsumfeld direkt mit dem jeweiligen Vorgesetzten geplant und umgesetzt werden.

Darüber hinaus arbeiten in KVP-Workshops (KVP = Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) Mitarbeiter-Teams an der permanenten Optimierung von Arbeitsmethoden und -abläufen.