
Die IG Metall noch transparenter machen
Beteiligen, mitmischen, mitentscheiden – Angestellte wollen und sollen sich stärker in die Politik der IG Metall einbringen. Dies ist der Ansatz des AngestelltenForums, das seit Oktober 2007 zahlreiche Diskussions- und Informationsforen veranstaltet hat.
Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Angestelltenbereichen haben sich zu einer Arbeitsgruppe zusammengetan. "Meister, Informatiker, Finanzleute, Sekretärinnen, Planer und Entwickler sitzen zusammen am Tisch und diskutieren", berichtet Olaf Zwang, stellvertretender Vertrauenskörperleiter bei Volkswagen. Viele dieser Kolleginnen und Kollegen fühlen sich und ihre Interessen innerhalb der Gewerkschaften nicht ausreichend vertreten, ergänzt Edmond E. Worgul, VW-Betriebsrat und Sprecher des IG Metall-Angestelltenausschusses.
"Die IT- und Telekommunikationsbranche wächst, aber die Beschäftigten profitieren nur zum Teil davon", sagte Christiane...
Umstrukturierungen, Outsourcing, Offshoring, Sparprogramme, Personalabbau, überlange Arbeitszeiten, fehlende...
"Wir müssen den Angestellten, die Strukturen der IG Metall transparenter machen", nennt IG Metall-Angestelltensekretär Michael Berndt ein Ziel. Ihnen müsse bewusst sein, an welchen Stellen sie sich einbringen können. Beispielsweise in der Tarifpolitik. Worgul: "Angestellte wollen berufliche und entgeltliche Perspektiven sehen. Das müssen wir stärker als bisher in unserer Arbeit berücksichtigen." Tarifpolitik für Angestellte und Karriereentwicklungen sind daher auch zwei der Themen in den geplanten Foren.
Angestellte spielen in der Automobilwirtschaft eine zunehmend bedeutendere Rolle. Bei Volkswagen am Standort Wolfsburg sind bereits 18.000 Kolleginnen und Kollegen in klassischen Angestelltenberufen tätig. Sie noch intensiver in die Arbeit einzubinden, ist für die IG Metall letztendlich auch eine "Überlebensfrage". Deshalb wolle man, so Ulf Günther von der Vertrauenskörperleitung, eine weitergehende Betreuung auch über die Foren hinaus organisieren. Wie - das müssen die Beteiligten selbst entscheiden.