Gemeinsamer Arbeitnehmerempfang der IG Metall und der Stadt Wolfsburg

24.04.2026 | Wolfsburg – Gerade in Zeiten von Unsicherheit und Wandel braucht es Geschlossenheit: Diesen Zusammenhalt haben Stadt Wolfsburg und IG Metall Wolfsburg nun erneut mit dem traditionellen Arbeitnehmerempfang demonstriert. Dort kamen am Donnerstag, 23. April zahlreiche Gäste aus Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen, Politik und Verwaltung zusammen, um gemeinsam einen Abend mit anregendem Austausch, Imbiss und musikalischer Begleitung durch ein Ensemble der Musikschule Wolfsburg zu verbringen.

Foto: IG Metall

Die Hauptrede hielt in diesem Jahr der renommierte Journalist und Autor Alexander Hagelüken. Unter dem Titel „Die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der radikalen Rechten: Auswirkungen auf Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und sozialen Zusammenhalt“ referierte er zu einem brandaktuellen Thema.

In ihren Begrüßungsworten hoben Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Flavio Benites, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, die Bedeutung des Arbeitnehmerempfangs als Symbol für die enge Beziehung zwischen Gewerkschaft und Stadt hervor. „Dieser Arbeitnehmerempfang steht für das, was Wolfsburg auszeichnet: Verantwortung, Partnerschaft und den Mut, Neues zu wagen. Gerade in Zeiten des Umbruchs entsteht Zukunft dort, wo Menschen anpacken, zusammenstehen und mit Zuversicht nach vorn blicken. 2026 muss ein Jahr des Aufbruchs sein: mit Zuversicht statt Zweifel, mit Tatkraft statt Zögern. Wolfsburg steht für Innovationskraft, starken Zusammenhalt und den festen Willen, Zukunft nicht nur zu erwarten, sondern gemeinsam zu schaffen.“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Flavio Benites, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, betont: „Kriege, eine unsichere weltpolitische Lage, wirtschaftliche Krisen: Auf allen Ebenen steht unsere Gesellschaft derzeit unter Druck. Die Unternehmen reagieren mit Abbau und Verlagerungen von Arbeitsplätzen und zu allem Übel explodieren die Lebenshaltungskosten. Da ist es nur verständlich, dass die Menschen verunsichert sind. Umso größer ist nun unsere Verantwortung, ihnen Sicherheit und Stabilität zu geben. Das geht aber nur mit der Unterstützung der Politik. Sonst läuft unsere Gesellschaft Gefahr, weiter an den rechten Rand zu driften. Was das bedeutet, kann man aktuell in vielen Ländern miterleben. Mit einfachen, populistischen Antworten lassen sich keine komplexen Fragen lösen. Im Gegenteil: Statt Spaltung und Schuldzuweisungen braucht es Solidarität, Fairness und einen gemeinsamen Kraftakt. Dafür steht die IG Metall, dafür steht seit jeher auch unser Arbeitnehmerempfang und dafür gehen wir am 1. Mai wieder auf die Straße.“

Den Fest-Vortrag in diesem Jahr hielt der Journalist und Autor Alexander Hagelüken, leitender Redakteur Wirtschaftspolitik der Süddeutschen Zeitung. In seinem Vortrag schilderte er wie rechtsextreme Politik Wohlstand, Frieden und Freiheit gleichermaßen angreift und lieferte wirtschaftspolitische Lösungsansätze, um die Entwicklung umzukehren. Hagelüken: „Deutschland braucht eine neue Politik, um den Aufstieg der Rechtspopulisten zu stoppen, der die Demokratie gefährdet“.

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