Initiative Gewerkschaftsfreiheit

Workshop zur Unterstützung verfolgter Gewerkschafter*innen

22.01.2026 | Gemeinsam für Gewerkschaftsrechte Weltweit - unter diesem Motto waren unsere Arbeitskreise InterSoli und die IG Metall Wolfsburg in Frankfurt unterwegs! Eingeladen hatte der Vorstand der IG Metall, federführend durch unseren Zweiten Vorsitzenden Jürgen Kerner, zum Austausch und zur Planung der Kampagnenschwerpunkte für die Initiative.

Im Mittelpunkt standen die Unterstützung verfolgter Gewerkschafter:innen und die Lage in der MENA-Region/Nordafrika. In ihrem Bericht bezeichnete Anja Bodenmüller-Raeder, Referentin aus dem Ressort Globale und Europäische Gewerkschaftspolitik, die Region als eine der schlimmsten Regionen laut dem internationalen Menschenrechtsmonitor für Freiheits- und Gewerkschaftsrechte. Sie gab zudem Einblicke über die sehr risikobehaftete Arbeit der Bündnisarbeit  des Internationalen Gewerkschaftsbundes speziell in Ägypten, Marokko und Tunesien. Hier ist die IG Metall im sogenannten Leoni-Netzwerk aktiv, das gemeinsam mit europäischen Betriebsratsgremien koordiniert wird.

Weitere Impulse lieferten Yasmin Khuder von Amnesty International, die an den 10. Jahrestag der Rana-Plaza-Katastrophe erinnerte, sowie Ulrich Breitenbach zur Situation in den USA und Lateinamerika angesichts der bedrohlichen Handlungen der Trump-Regierung.

Jürgen Kerner appellierte in diesem Zusammenhang an die Teilnehmer: „Gefühlt leben wir in Deutschland und Europa noch auf einer Insel einigermaßenden Wohlergehens. Diese Situation ist für uns Verpflichtung, die Freiheitsrechte zu wahren und dem Unrecht weltweit entschieden entgegenzutreten.“

Als starkes Signal dafür lässt sich die große Beteiligung von vielen Aktiven aus der ganzen Bundesrepublik werten. „Wir sind stolz, dass unsere aktiven InterSoli Arbeitskreise aus Wolfsburg dabei die größte Gruppe bildeten", hebt Flavio Benites als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg hervor. "InterSoli lebt – und kämpft für Gewerkschaftsrechte weltweit!"

Wir bitten um Eure Unterstützung!

Der Gewerkschafter Lee Cheuk-yan ist seit 2021 im Gefängnis, ohne dass bisher ein ordentlicher Prozess stattfand. Jetzt soll am 22. Januar ein Prozess starten. Vorwurf: „Unterwanderung der Staatsmacht“. Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, bittet um Unterstützung für den ehemaligen Generalsekretär des unter staatlichem Zwang aufgelösten Hongkonger Gewerkschaftsbunds.Macht die Aktion in den Betrieben bekannt. Fordert von der chinesischen Botschaft und der Wirtschafts- und Handelsvertretung Hongkongs die sofortige Freilassung von Lee Cheuk-yan! Sammelt Unterschriften und schickt diese an die Botschaft. Bittet auch Eure Kolleginnen und Kollegen um Unterstützung für Lee.

Eine Hintergrundinfo sowie eine Vorlage für eine Unterschriftenliste samt Kontaktdaten der Botschaft der Volksrepublik China und der Wirtschafts- und Handelsvertretung Hongkongs findet ihr im Anhang.

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