Wohnbezirk Wolfsburg lud zur Lesung in die IG Metall Verwaltungsstelle

  • 02.06.2015
  • Wolfsburg

Wolfsburg - Manfred Krüger las aus seinem selbstgeschrieben Buch "Aufbruch in ein neues Leben". Der Inhalt handelt von seinem Leben in der DDR vor und nach der Wende. Krüger ist 1952 in Ostberlin geboren und Sohn eines linientreuen Unterleutnants bei der NVA.

Da Krüger mit dem System unzufrieden war, fasste er im Herbst 1952 gemeinsam mit seiner damaligen Freundin den Entschluss, die DDR mithilfe einer Flucht zu verlassen. Spätestens an diesem Punkt bekamen die Zuhörer eine Gänsehaut, denn der Autor verwies auf die damals bestehenden Gefahren und Ungewissheiten. Glücklicherweise konnten beide unbeschadet in die BRD flüchten.

Anderthalb Jahre später fuhr Krüger nach Berlin, um über die Grenze in den Osten zurückzukehren. Dort wollte er seine Familie und Verwandten besuchen. Er kam allerdings nur bis zum Checkpoint Charly. Dort wurde er als Republikflüchtling identifiziert und verhaftet. Krüger erzählte noch weiter aus seinem Leben, auch aus der Zeit nach seinem "Knastaufenthalt". Nach der Lesung regte der Wohnbezirk eine Diskussions- und Fragerunde an.

Am Ende waren sich alle einig: "Die Lesung ist eine interessante Zeitreise gewesen, auf die wir mitgenommen wurden."

von Thomas Heyn