IG Metall Wolfsburg
Die deutsche Industrie steht massiv unter Druck. Als Antwort auf die großen Herausforderungen fallen den meisten Unternehmen nur unkreative Sparprogramme und Verlagerungen in Billiglohnländer ein.
Zuletzt gingen so im Monatstakt bis zu 10 000 gut bezahlte Industriearbeitsplätze in Deutschland verloren. Die konjunkturellen und strukturellen Probleme werden rücksichtslos auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Auch die Politik bleibt effektive Antworten auf die aktuellen Herausforderungen bisher größtenteils schuldig. Stattdessen werden das soziale Sicherungsnetz und gewerkschaftliche Errungenschaften wie das Arbeitszeitgesetz infrage gestellt.
„Diese Entwicklungen machen deutlich: Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter und Gewerkschaften hat 2026 nichts von seiner Bedeutung verloren – im Gegenteil!“, betont Flavio Benites, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg. „Deswegen gehen wir auch 2026 am 1. Mai wieder auf die Straße, um unseren Forderungen an Politik und Unternehmen Nachdruck zu verleihen, unsere Erfolge aus der Vergangenheit zu verteidigen und für die Zukunft unseres Industriestandortes zu kämpfen“, so Benites weiter.
Überall in Deutschland werden die DGB-Gewerkschaften zum Tag der Arbeit unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ auf die Straßen und Plätze ziehen. In Wolfsburg startet der Demonstrationszug am 1. Mai um 10 Uhr am Gewerkschaftshaus in der Siegfried-Ehlers-Straße. Unter musikalischer Begleitung geht es von dort aus durch die Innenstadt zum Rathausplatz. Dort findet im Anschluss die Kundgebung statt. Hauptredner ist in diesem Jahr IG Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger. Neben ihm werden auch Flavio Benites, Leon Gebhardt vom Ortsjugendausschuss der IG Metall Wolfsburg sowie die neue DGB-Regionsgeschäftsführerin Agnieszka Zimowska sprechen.
„Ich hoffe, dass sich viele Menschen an unserer Demonstration beteiligen. Denn gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass wir als Gewerkschaften geschlossen und vereint für die Rechte und die Zukunft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einstehen“, motiviert Matthias Disterheft, Geschäftsführer der IG Metall Wolfsburg, zur Teilnahme. „Acht-Stunden-Tag, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsanspruch – die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt: Erfolge für die Belegschaften und Beschäftigten fallen nicht vom Himmel, sondern müssen erkämpft und immer wieder aufs Neue verteidigt werden. Die aktuellen Angriffe auf die Errungenschaften unseres Sozialsystems führen uns diese Erkenntnis schmerzhaft vor Augen. Deswegen müssen wir am 1. Mai gemeinsam laut sein“, ergänzt der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg, Christian Matzedda.
Kundgebung Wolfsburg:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung und Demonstration erwartet auf dem Rathausplatz wie gewohnt ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Getränken, einer abwechslungsreichen Speisenauswahl, Kinderbetreuung und natürlich vielen interessanten Gesprächen. Start der Demonstration ist 10:00 Uhr am Gewerkschaftshaus.
Weitere Veranstaltungen in der Region:
Sowohl in Helmstedt und Darrigsdorf finden Maikundgebungen statt. In Gifhorn ist eine Fahrradtour zur Maikundgebung nach Wolfsburg geplant. Details können den jeweiligen Plakaten entnommen werden.
Die traditionellen Mainelken-Anstecker und die dazugehörige Spendenaktion gehören in Wolfsburg fest zu den Feierlichkeiten am Tag der Arbeit dazu. In diesem Jahr werden erstmals von der IG Metall Wolfsburg selbst gestaltete Mainelken gegen eine Spende ausgegeben. Der Erlös daraus und aus dem Getränkeverkauf auf dem Rathausplatz kommt wie immer wohltätigen Organisationen zugute.
© 2026 - IG Metall Wolfsburg - Siegfried-Ehlers-Straße 2 - 38440 Wolfsburg