landesweiter Aktionstag am 19. Januar

Ungarn: Gewerkschaften protestieren gegen sogenanntes "Sklavengesetz"

  • 18.01.2019
  • Aktuelles, MOE

Die Gewerkschaften in Ungarn protestieren weiter gegen das sogenannte "Sklavengesetz", das künftig bis zu 400 Überstunden pro Jahr ermöglicht und diese erst in einem Zeitraum von 36 Monaten ausgeglichen werden müssen. Am kommenden Samstag findet der nächste landesweite Aktionstag statt.

Die Beschäftigten in Ungarn gehen gegen das Gesetz zu den Überstunden auf die Barrikaden. Foto: Michael Lichel

Ab 15 Uhr soll das Land stillstehen. In vielen Städten sollen Demos, Autokorsos oder Kundgebungen stattfinden. Ziel ist im Moment vor allem die Rücknahme der Gesetzesänderung.

Das Gesetz ist jedoch seit Januar in Kraft. Es kann angewendet werden, wenn dazu ein Kollektivvertrag mit der jeweiligen betrieblichen Gewerkschaftsorganisation abgeschlossen wird oder Beschäftigte "freiwillig" ihre Arbeitsverträge dazu ändern.

Die IG Metall Wolfsburg unterstützt die ungarischen Kolleginnen und Kollegen in ihrem Protest gegen das Gesetz und fordert AUDI auf, das Gesetz in ihren Werk in Győr nicht anzuwenden. Des Weiteren muss das Unternehmen Druck  auf die Zulieferer ausüben, damit auch diese das Sklavengesetz nicht zur Anwendung bringen. Dieses Gesetz passt in keinster Weise zur Philosophie des Volkswagenkonzerns.