Vom Bündnis zum Verein

Schulterschluss gründet Verein „Geschlossen Weltoffen e.V.“

13.11.2025 | Seit nunmehr rund zehn Jahren setzt sich der Schulterschluss der Wolfsburger Demokraten für Vielfalt, Respekt, Toleranz, Weltoffenheit und damit die Bewahrung unserer demokratischen Grundrechte ein.

Das lose Bündnis, dem die unterschiedlichsten zivilgesellschaftlichen Akteure angehören und das bisher vor allem situativ Aktionen durchführte, geht jetzt den nächsten Schritt. Am Dienstag, 11. November, um 19 Uhr gründete sich aus diesem Bündnis neue Verein „Geschlossen Weltoffen - Bündnis für Toleranz und Weltoffenheit e. V.“. Als nächstes soll nun die Eintragung als gemeinnütziger Verein in das Vereinsregister erfolgen.

Zur Versammlung am Dienstagabend kamen 43 Männer und Frauen. Alle von Ihnen erklärten sich bereit, künftig Mitglied im neuen Verein zu werden. Auch einige Institutionen und Organisationen, die sich vorher bereits im Schulterschluss engagiert haben, werden dem neuen Verein beitreten, darunter die Stadt Wolfsburg, die IG Metall oder auch der evangelisch-lutherische Kirchenkreis. Besonders erfreulich: Die Zusammensetzung der Gründungsmitglieder spiegelt ein breites gesellschaftliches Bündnis wieder und ist so divers wie Wolfsburg selbst.

Die Präambel der Satzung spricht eine klare Sprache und definiert den Zweck des Vereins. Dort heißt es: „Die Mitglieder des Vereins ‚Geschlossen Weltoffen‘ setzen sich durch vielfältige Aktionen und Aktivitäten für eine demokratische, weltoffene und auf den Menschenrechten basierende Gesellschaft ein. Beunruhigt durch menschenverachtende Taten und Worte gehen wir als Einheit geschlossen gegen jegliche Form von Ausgrenzung und Diskriminierung vor. Wir möchten eine Gesellschaft schaffen, die unserem Motto #GeschlossenWeltoffen entspricht.“

Die Wahl des Vorstands fiel einstimmig. Erste Vorsitzende ist Sabine Fredersdorf-Crome, zu ihrer Stellvertreterin wurde Zenab Rosik gewählt. Den Posten der Kassiererin übernimmt Sandra Jördens, den der Schriftführerin Leia La Rocca. Den Vorstand im Beisitz unterstützen werden Tommes Hille für den Stadtjugendring, Christian Matzedda´für die IG Metall, Angelika Jahns, Christian Berndt für den evangelisch-lutherischen Kirchenkreis, Ralf Gässler, Jost Zastrow, Christian Radatus, Emre Meletli und Dimitri Tukuser.

„Der Schulterschluss fördert seit vielen Jahren den Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft. Mit dem neuen Verein wollen wir diesem Bündnis nun noch mehr Kraft und Struktur geben, um den großen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen zu können. Mein Dank gilt allen Mitgliedern für das Vertrauen und vor allem für die Bereitschaft, sich für unsere Demokratie einzusetzen und persönlich Verantwortung zu übernehmen. Das ist nicht selbstverständlich in Zeiten, in denen die Demokratie dazu missbraucht werden soll, undemokratisches Verhalten zu legitimieren. Diesen Bestrebungen wollen und werden wir entschieden entgegentreten“, sagte Sabine Fredersdorf-Crome im Anschluss an ihre Wahl.

Zenab Rosik ergänzte: „Wolfsburgs Stärke war und ist die Vielfalt und Diversität. Das soll auch künftig so bleiben. Hass, Hetze und Ausgrenzung haben hier keinen Platz. Dafür steht unser Verein ‚Geschlossen weltoffen‘. Gemeinsam werden wir demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen entschieden entgegentreten – mit einem festen Wertekompass und klarer Haltung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Vorstand und bedanke mich bei allen Mitgliedern für ihr Vertrauen und das Engagement.“

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