9. AntiFa-Woche der IG Metall Wolfsburg beginnt am Sonntag

Rainer Steinkamp liest Stefan Heym in der Antifa-Woche 2013

01.11.2013 | Am Montag, 04.11.2013 wird die Antifa-Woche mit einer Lesung von deutschen Nachkriegsautoren fortgesetzt. Dafür konnte der Intendant des Theaters Wolfsburg, Rainer Steinkamp gewonnen werden. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Theater Wolfsburg statt. Steinkamp liest im Foyer des Gewerkschaftshauses aus Texten von Stefan Heym.

Rainer Steinkamp

Stefan Heym wurde als Helmut Flieg, Sohn einer jüdischen Chemnitzer Kaufmannsfamilie geboren. Er engagierte sich früh als Antifaschist und wurde 1931 auf Druck der örtlichen Nationalsozialisten wegen seines antimilitaristischen Gedichts „Exportgeschäft“, das am 7. September 1931 in der sozialdemokratisch orientierten Tageszeitung Volksstimme erschien, vom Gymnasium seiner Heimatstadt verwiesen. Er legte seine Reifeprüfung in Berlin ab und begann dort ein Studium der Journalistik. Nach dem Reichstagsbrand 1933 floh er in die Tschechoslowakei, wo er den Namen Stefan Heym annahm. Ab 1943 nahm Heym, nunmehr amerikanischer Staatsbürger, am Zweiten Weltkrieg teil. Heym verließ zeitgleich mit Charlie Chaplin, Bertolt Brecht und Thomas Mann, die als linke Intellektuelle und Künstler in der McCarthy-Ära zum Auswandern veranlasst wurden, 1952 die USA. Er zog zunächst nach Prag, von wo er 1953 in die DDR übersiedelte. Stefan Heym setzte sich in seinen Werken – gerade wenn sie historische Themen behandelten – mit dem aktuellen Zeitgeschehen kritisch auseinander. Durch die Verbindung mit einer spannenden Handlung wurden viele seiner Werke zu Bestsellern. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören Der König-David-Bericht, Fünf Tage im Juni, Schwarzenberg und Reden an den Feind.

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