IG Metall unterstützt Protest zur Gesundheitsministerkonferenz in Hannover

Protest für eine starke Gesundheits- und Sozialpolitik am 10. Juni in Hannover

Um massive Kürzungen in Milliardenhöhe für Krankenhäuser zu verhindern, braucht es entschlossene Gegenwehr. Anlass ist der Entwurf des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes, der erhebliche Einsparungen im Gesundheitsbereich vorsieht. Die IG Metall Wolfsburg unterstützt deshalb den Protest der DGB-Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover. Die Kundgebung findet am 10. Juni, um 12:30 Uhr, in Hannover, auf dem Platz der Menschenrechte 1 statt.

Worum geht es?

Im Gesundheitswesen sollen Kosten gedeckelt werden – obwohl viele Einrichtungen bereits jetzt unter extremem Personalmangel leiden. Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und Pflegebereiche geraten dadurch noch stärker unter Druck.


Die Folgen:

  • schlechtere Versorgung für Patient*innen
  • längere Wartezeiten
  • steigende Belastung für Beschäftigte
  • höhere Zuzahlungen und Leistungskürzungen

Gleichzeitig werden Tarifsteigerungen und bessere Arbeitsbedingungen zunehmend als „zu teuer“ dargestellt.


Warum betrifft uns das alle?

Diese Entwicklungen gehen uns alle an – als Patient*innen, Angehörige und Versicherte. Eine stabile und leistungsfähige Gesundheitsversorgung ist eine zentrale öffentliche Aufgabe.


Unsere Forderungen im Gesundheitswesen:

  • Verlässliche, hochwertige Gesundheitsversorgung und Pflege – überall, auch im ländlichen Raum
  • Volle Refinanzierung von Löhnen und Tarifverträgen in Krankenhäusern und der Eingliederungshilfe
  • Keine Deckelung der Pflegebudgets der Krankenhäuser
  • Keine zusätzlichen Belastungen durch Zuzahlungen und Eigenanteile
  • Übernahme versicherungsfremder Leistungen durch den Bundeshaushalt
  • Weiterentwicklung zu solidarischen Bürgervollversicherungen für alle


Darüber hinaus fordern wir:

  • Keine Kürzungen bei sozialen Angeboten und Infrastruktur
  • Bezahlbare Pflege ohne Armutsrisiko
  • Bekämpfung von Armut, Wohnungslosigkeit und sozialer Ungleichheit
  • Schutz von Arbeitszeit, Rente und sozialen Rechten
  • Gerechte Finanzierung durch höhere Beiträge von Vermögenden


Deshalb: Gemeinsam ein Zeichen setzen und am Protest teilnehmen! Für eine starke Gesundheits- und Sozialpolitik - heute und morgen.

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