Die Politik muss jetzt liefern

Kundgebung & Petition: Advent, Advent … unsere Zukunft brennt

10.12.2025 | In vielen Betrieben geht es längst nicht mehr nur um Kerzen am Adventskranz – es geht um unsere Zukunft. Betriebe sollen geschlossen werden, Jobs gestrichen, Produktionen verlagert, Investitionen gestoppt. Ganze Standorte stehen auf der Kippe. Unter dem Vorwand von „Effizienzsteigerung“ ziehen sich Unternehmen aus ihrer Verantwortung zurück. Die Politik bleibt oft vage und kraftlos. Wir brauchen aber keine warmen Worte, sondern eine klare, mutige Industriepolitik – jetzt!

Sonst verlieren wir nicht nur Betriebe, sondern Vertrauen, Zusammenhalt und die wirtschaftliche Basis einer ganzen Region. Die Folgen tragen nicht die Aktionäre – sondern wir: die Beschäftigten und unsere Familien.

Die Frage ist: Wollen wir diesen industriellen Kahlschlag einfach hinnehmen? Oder gemeinsam etwas dagegen tun?

Deshalb macht die IG Metall Wolfsburg jetzt mit einer Kundgebung und einer Petition Druck. Gemeinsam setzen wir uns ein, für eine starke Industrie, sichere Jobs und eine faire Zukunft der Beschäftigten und fordern die Arbeitgeber und die Politik zum Handeln auf. Wir sagen: Wir kämpfen und dafür brauchen wir dich! Niemand schützt unsere Arbeitsplätze, wenn wir es nicht selbst tun. Niemand sichert Tarifverträge, wenn wir nicht dafür aufstehen. Niemand verteidigt unsere Zukunft, wenn wir schweigen.

  • Mach mit: Komm zu unserer Kundgebung am Mittwoch, den 10. Dezember, von 17:00 bis 17:30 Uhr, vor den CongressPark Wolfsburg! Es sprechen Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und Jürgen Kerner, zweiter Vorsitzender der IG Metall. 

    Organisiere dich – mit der IG Metall an deiner Seite. Sprich mit Kolleginnen und Kollegen. Sei laut – in der Pause, in der Versammlung, auf dem Weg zur Arbeit. Und das ist erst der Anfang – die Welle des Protests kommt! 

  • Unterschreibe jetzt unsere Petition gegen den industriellen Kahlschlag: openpetition.de/!ngjty

Der Herbst der Ankündigungen darf nicht zum Winter der Entlassungen werden! Die Politik muss liefern.

Deutschland steht mitten in einer tiefgreifenden industriellen Umbruchphase. Immer mehr Unternehmen schließen Produktionslinien, verlagern ins Ausland oder stoppen Investitionen. Besonders betroffen sind die industriellen Kernregionen Niedersachsens – hier hängen hunderttausende Arbeitsplätze direkt oder indirekt von einer

starken Industrie ab. Wenn Industrie verschwindet, verliert nicht nur ein Betrieb seine Zukunft – dann geraten ganze Regionen ins Wanken. Beschäftigte verlieren Perspektiven, Kommunen Einnahmen, junge Menschen ihre Ausbildungschancen und das Vertrauen in politische Handlungsfähigkeit erodiert. Parallel dazu nehmen die Angriffe auf den Sozialstaat und gewerkschaftliche Errungenschaften täglich zu. Länger arbeiten? Später in Rente? Weniger Schutz bei Krankheit? Nicht mit uns! Arbeitgeberverbände und politische Stimmen überbieten sich mit Vorschlägen, die soziale Sicherungssysteme schwächen und Verantwortung einseitig auf die Beschäftigten abwälzen.

Wer nur ankündigt, aber nicht handelt, verliert die Zukunft. Politik muss jetzt Verantwortung übernehmen – nicht erst, wenn Strukturen bereits unwiderruflich zerstört sind. Politisches Zögern führt zu realem Schaden. Es geht nicht um kurzfristige Effekte oder symbolische Debatten, sondern um tragfähige Entscheidungen für kommende Generationen. Eine Industriepolitik, die Wertschöpfung sichert, technologische Stärke erhält und Beschäftigung schützt, darf nicht dem Markt überlassen werden. Wer jetzt nicht gestaltet, riskiert den wirtschaftlichen Rückzug ganzer Regionen. Wer nur verwaltet, ermöglicht den Strukturbruch. Die Zeit der politischen Beobachtung ist vorbei – jetzt ist entschlossenes Eingreifen gefragt.

Wir leisten Widerstand. Jetzt ist die Zeit zum Handeln!

Mit unserer Petition fordern wir klare politische Entscheidungen – doch wir bleiben nicht beim Appell. Am 10. Dezember zeigen wir in Wolfsburg öffentlich: Sozialabbau und Arbeitsplatzabbau sind keine Option. Wer Zukunft will, muss sie gemeinsam mit den Beschäftigten gestalten – nicht gegen sie. 

Daher fordern wir von der Bundespolitik:

Öffentliche Förderung nur bei klaren Zusagen.
Staatliche Gelder dürfen nur erhalten, wer Beschäftigung sichert, Tarifverträge einhält und Standorte langfristig erhält – keine Boni für Unternehmen, die abbauen oder verlagern.

Energie bezahlbar machen.

Ein Industriestrompreis von maximal 5 Cent/kWh ab 1.1.2026 (inkl. Netzentgelte) ist notwendig, gekoppelt an Beschäftigungs- und Standortgarantien. Auch Privatverbraucher*innen brauchen spürbare Entlastung.

Wertschöpfung in Europa halten.
Öffentliche Aufträge und Fördermittel müssen an inländische bzw. europäische Produktion geknüpft werden. Lokale Wertschöpfung statt verlängerte Werkbänke im Ausland.

Zukunftsprogramm Automobil auf den Weg bringen.
Förderung von Elektromobilität, Ausbau von Ladeinfrastruktur und erneuerbaren Energien, Social-Leasing-Angebote sowie Stärkung von Maschinen- und Fahrzeugbau als Kernkompetenz.

Sozialstaat schützen – Wandel sozial gestalten.
Keine Kürzungen bei Arbeitszeit, Rente oder Lohnfortzahlung. Transformation braucht Sicherheit statt Druck – nur mit stabilen Regeln schaffen Menschen Veränderung.

Solidarische Finanzierung sicherstellen.
Hohe Vermögen und Kapitalgewinne müssen stärker zum Gemeinwohl beitragen. Mittlere und kleinere Einkommen benötigen Entlastung statt zusätzlicher Belastung.

Informiere dich bei deiner IG Metall Wolfsburg über die geplanten Aktionen und wie du dich beteiligen kannst. Ein Land, das gleichzeitig Industriearbeitsplätze verliert und den Sozialstaat schwächt, gefährdet seine Zukunftsfähigkeit. Gesellschaftlicher Wandel gelingt nur mit Stabilität, Planungssicherheit und Respekt vor der Leistung der Beschäftigten – nicht durch Druck und soziale Einschnitte.

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