IG Metall Wolfsburg
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr vom 16. bis 29. März 2026 statt. Neben innerbetrieblichen Aktionen beteiligt sich die IG Metall Wolfsburg am Freitag, den 20. März, erneut mit einer eigenen Abendveranstaltung im Gewerkschaftshaus Wolfsburg (Siegfried-Ehlers-Straße 2) und lädt herzlich zur Teilnahme ein.
Unter dem Motto „Talk & Dance“ haben der Migranten-Arbeitskreis der IG Metall Wolfsburg sowie die Migrantenvertretung bei Volkswagen diesen Abend mit großem Engagement vorbereitet.
Einlass ist ab 17:00 Uhr, Beginn um 18:00 Uhr.
Der Abend startet mit einer Keynote Speech, durch Roman Koska Aslan vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung e.V. Der Referent stellt aktuelle Befunde aus der Rassismusforschung vor und beleuchtet gesellschaftliche Herausforderungen sowie konkrete Handlungsnotwendigkeiten.
Daraufhin erwartet die Gäste ein musikalisches Highlight: Die elfköpfige Band „New Soul Generation“ präsentiert ein energiegeladenes Live Programm aus Soul, Funk und modernen Einflüssen.
Im Anschluss lädt der Arbeitskreis zu einer After Work Party mit DJ Taboa im Gewerkschaftshaus ein – ein offenes Angebot, um Begegnungen, Austausch und gemeinsames Miteinander zu ermöglichen.
Der Eintritt und die Teilnahme am Buffet erfolgen gegen eine Spende. Wie in den Vorjahren kommen die Spendenerlöse wohltätigen Organisationen und sozialen Projekten in der Region zugute. In diesem Jahr gehen die Erlöse an das Frauenhaus Wolfsburg e.V.
Eintrittskarten zur Veranstaltung sind im Wolfsburger Gewerkschaftshaus am Empfang und bei der Migrantenvertretung von Volkswagen erhältlich.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden jedes Jahr im März begangen und wurden 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Anlass war der sechste Jahrestag des Massakers von Sharpeville, bei dem am 21. März 1960 im damaligen Apartheidstaat Südafrika Demonstrierende von Einheiten der South African Police erschossen wurden.
In Wolfsburg finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus seit 1979 regelmäßig statt und wurden über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des städtischen Engagements gegen Rassismus und Diskriminierung. In diesem Jahr tragen die Aktionswochen das bundesweite Motto: „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“.
Christian Matzedda, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, betont die Bedeutung des Engagements der Gewerkschaft:
„Als IG Metall haben wir uns der Verteidigung unserer demokratischen Grundrechte und der Menschenrechte verpflichtet. Leider werden diese universellen Werte heute immer häufiger in Frage gestellt – in Deutschland und weltweit. Gerade in Zeiten, in denen rassistische Ideologien und rechtsextreme Positionen wieder lauter werden, ist klar: Wir dürfen nicht schweigen. Aus diesem Grund ist die Arbeit unseres Migranten-Arbeitskreiseses und der Migrantenvertretung bei Volkswagen zur Stärkung des Zusammenhalts und unserer Demokratie bedeutend.“
Er ergänzt:
„Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bieten eine wichtige Möglichkeit, öffentlich Position zu beziehen. Mit unserer Veranstaltung wollen wir nicht nur informieren, sondern auch Menschen zusammenbringen und Mut machen, um für eine offene und solidarische Gesellschaft einzutreten.
Alessandro Bartolomei, Vorsitzender des Arbeitskreises der Migranten der IG Metall Wolfsburg betont:
„Für die IG Metall ist das Thema Rassismus nicht nur ein abstraktes gesellschaftliches Problem, sondern eine konkrete Herausforderung in Betrieben und Arbeitswelten. Kolleginnen und Kollegen mit Einwanderungsgeschichte berichten immer wieder von Diskriminierung – im Berufsalltag ebenso wie im privaten Umfeld.
Er führt fort: „Der Arbeitskreis der Migranten setzt sich seit vielen Jahren für Gleichberechtigung und Teilhabe, Schutz vor Diskriminierung und eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus ein. Die Abendveranstaltung ist Teil dieser kontinuierlichen Arbeit und zugleich ein öffentlich sichtbares Signal.“
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