Gemeinsam stark – Für echte Zeit-, Lohn- und Lebensgerechtigkeit!

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März steht die Forderung nach echter Gleichstellung erneut im Mittelpunkt.

Der Tag soll an wichtige Errungenschaften der vergangenen Jahre erinnern. Er soll zugleich deutlich machen, wie viel weiterhin noch zu tun ist, um gleiche Chancen im Arbeitsleben, beim Einkommen sowie bei der Verteilung von Zeit und Verantwortung zu erreichen. Die Gleichstellungsberichte der Bundesregierung zeigen klar: Trotz Fortschritten ist Gleichstellung noch immer nicht selbstverständlich und erfordert gezielte politische Maßnahmen.

Aktuelle Erhebungen bestätigen, wie wichtig unser Engagement bleibt. Frauen übernehmen nach wie vor einen deutlich größeren Anteil an Sorgearbeit im Alltag, was ihre berufliche Entwicklung stärker beeinträchtigt als bei vielen anderen Beschäftigtengruppen. Zugleich zeigen Studien, dass gleiche Chancen in der Arbeitswelt weiterhin keine Selbstverständlichkeit sind und es politisches Handeln braucht, um diskriminierende Strukturen abzubauen.

Gerade bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen viele Kolleginnen unter hoher Belastung. Eine Zukunftsstudie zum Thema Vereinbarkeit zeigt, dass Eltern deutlich entlastet werden, wenn sie flexiblere Arbeitszeiten nutzen können und verlässliche Kinderbetreuung vorhanden ist. Dennoch gibt es sogar Angriffe auf die bestehenden flexiblen Möglichkeiten, wie etwa jüngste Forderungen nach einer Verschärfung des Teilzeitgesetzes, die den Gestaltungsspielraum vieler Beschäftigter weiter einschränken würden und Vereinbarkeit zusätzlich erschweren.

Auch beim Thema Entgelt besteht weiterhin Handlungsbedarf. Laut aktuellen Daten bleiben die Einkommensunterschiede bestehen – unter anderem, weil Beschäftigte mit reduzierter Arbeitszeit, meist aufgrund familiärer Verantwortung, seltener beruflich aufsteigen und häufig in geringer vergüteten Tätigkeitsbereichen arbeiten. Die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie, die ab Juni 2026 gilt, ist daher ein wichtiger Schritt: Sie verpflichtet Arbeitgeber zu mehr Transparenz und schafft neue Möglichkeiten, diskriminierende Entgeltstrukturen aufzubrechen. 

Gleichstellung erfordert entschlossenes Handeln – politisch wie betrieblich. Die Betriebsratswahlen 2026 spielen dabei eine zentrale Rolle: Starke Interessenvertretungen setzen sich für gerechte Arbeitszeiten, verlässliche Vereinbarkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit ein und treiben notwendige Veränderungen voran.

Zum Internationalen Frauentag finden auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen in den Betrieben und in der Region statt. Der Ortsfrauenausschuss (OFA) lädt am 06. März 2026 um 18:30 Uhr (Einlass 18 Uhr) zu einer Veranstaltung ins Gewerkschaftshaus ein. Darüber hinaus werden erneut interessante Online‑Seminare für Frauen angeboten. Vom 25. bis 30. Oktober folgt außerdem wieder der große Frauenbildungsurlaub mit bis zu 100 Teilnehmerinnen, der Raum für Austausch, Lernen und Empowerment bietet.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt und klare Positionen sind. „Wir fordern weiter mit Nachdruck: Weg mit überholten Rollenmustern – hin zu echter Vereinbarkeit, fairer Verteilung von Verantwortung und gerechten Chancen für alle. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für Fortschritt, Solidarität und Gleichberechtigung“, sagt Susanne Preuk, Vorsitzende des Ortsfrauenausschusses der IG Metall Wolfsburg.

„Der Einsatz für Gleichstellung bleibt auch 2026 ein zentrales gewerkschaftliches Anliegen“, betont Sandra Bollen von der IG Metall Wolfsburg.

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