IG Metall Wolfsburg
22.04.2026 | Am Audi-Standort Győr kamen Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks InterSoli zu einem internationalen Austausch zusammen. Das Gewerkschaftsnetzwerk vereint Kolleginnen und Kollegen aus Mittel- und Osteuropa – darunter aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Bosnien – an Konzernstandorten des Volkswagen Konzerns.
Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die Frage, wie Arbeitsplätze in Zeiten der Transformation in der Automobilindustrie gestaltet und abgesichert werden können. Intensiv diskutiert wurden dabei die Rolle von Tarifverhandlungen sowie grenzüberschreitende Solidarität als wirksame Instrumente gegen Arbeitsplatzabbau. Dies zeigt sich in den gegenwärtigen Tarifabschlüssen. Eine innovative und starke Antwort präsentierte die Betriebsgewerkschaft der Audi Ungaria, die zusammen einen Kompromiss mit der anwesenden Unternehmensleitung zustande bekommen haben.
Ein weiterer Schwerpunkt war die politische Lage in Europa, mit besonderem Blick auf den Ausgang der Wahlen in Ungarn und deren mögliche Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte. Als Gastreferent ordnete Dr. Ernst Hillebrand, Büroleiter der Friedrich Ebert Stiftung in Budapest, die aktuelle Situation fundiert ein.
„Das Netzwerk InterSoli zeigt gerade in diesen herausfordernden Zeiten, wie sehr uns die jahrzehntelange Zusammenarbeit auf gewerkschaftlicher Seite stärkt. Vertrauen und Solidarität sind ein starkes Band, das über viele Jahre geknüpft wurde und seinesgleichen sucht – besonders in der gemeinsamen Übernahme von Verantwortung für die Belegschaften an allen Standorten“, fasst Flavio Benites als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg das Treffen zusammen.
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