IAV-Beschäftigte verleihen ihren Forderungen Nachdruck

Erstmaliger Warnstreik in der Unternehmensgeschichte

  • 29.05.2018
  • Aktuelles, IAV

Hannover/Gifhorn – Die IG Metall ruft beim Entwicklungsdienstleister Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) für den morgigen Mittwoch, den 30. Mai, ab 9.00 Uhr zum Warnstreik auf. Dies ist der erstmalige Warnstreik in der Geschichte des Unternehmens, der Aufruf richtet sich an alle bundesdeutschen IAV-Standorte.

In mittlerweile drei Verhandlungsrunden ist zwischen IG Metall und Unternehmensleitung keine Einigung erzielt worden. Die Forderungen der IG Metall umfassen eine Entgelterhöhung für alle IAV-Beschäftigten rückwirkend zum 1. April um 4,3 Prozent und eine Einmalzahlung von 300 Euro sowie eine verbindliche Verhandlungsverpflichtung für die verantwortliche und durchdachte gemeinsame Weiterentwicklung des Tarifvertrages.

Die IAV Geschäftsführung verweigert den Beschäftigten eine Entgelterhöhung, solange die IG Metall nicht einer Entgelttabelle für Neueingestellte mit drastisch gesenkten Einstiegsentgelten zustimmt. Johannes Katzan, Sprecher der IG Metall-Tarifkommission erklärt dazu: „Die IAV legt ohne Not die Axt an den Teamgeist und damit die wesentliche Ressource des Unternehmens. Unterschiedliche Bezahlung im Unternehmen führt zu Demotivation und zur Spaltung der Belegschaft, wo doch alle Kraft auf die Teamleistung beim Kunden konzentriert werden sollte!“

„Wir suchen händeringend Fachkräfte, um die Aufträge abzuarbeiten, die IAV aufgrund seines hervorragenden Teams akquirieren konnte und die Geschäftsleitung hat nichts Besseres zu tun, als die Belegschaft zu demotivieren und Bewerberinnen und Bewerber abzuschrecken? Das ist doch ein Stück aus dem Tollhaus!“, kommentiert Mark Bäcker, Mitglied der IG Metall-Tarifkommission und IAV-Gesamtbetriebsratsvorsitzender, die Situation.

IAV gehört mit rund 7.000 Beschäftigten und Standorten u.a. in Berlin, Chemnitz, Gifhorn, Ingolstadt, München und Sindelfingen zu den größten Entwicklungsdienstleistern weltweit. Mit rund 3.500 Beschäftigten ist Gifhorn der größte Standort.

(Pressinformation des IG Metall Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt)


Drucken Drucken