Deutsch-Polnisch-Ukrainisches Jugendprojekt zu Gast in der Ukraine

  • 05.07.2018
  • Aktuelles, InterSoli

Auf einer Pressekonferenz in Kirowograd wurde das trinationale Jugendprojekt "Light in the Dark" im Kirowograd präsentiert. Das Projekt zielt darauf ab, das Wissen der Jugendlichen über die eigene Geschichte sowie die Geschichte der teilnehmenden Länder gemeinsam zu vertiefen. Dabei setzen sich die Teilnehmer intensiv mit der Zeit des Faschismus auseinander.

Ziel ist es, ein gegenseitiges Verständnis, Bürgerkompetenz und kulturellem Austausch zwischen Jugendlichen aus Polen, der Ukraine und Deutschland zu entwickeln. Das geschieht u.a. durch das Ausdrucksmittel des Tanzes.

Das Treffen in Kirowograd ist bereits das dritte Treffen. Es haben bereits zwei Workshops in Oswiecim und in Wolfsburg stattgefunden.

„An diesem Projekt beteiligen sich insgesamt 30 junge Menschen aus drei Ländern. Sie haben alle ein gemeinsames Ziel: Sie wollen nicht nur ein gemeinsames Produkt zu schaffen, sondern auch den Austausch von Erfahrungen, Gefühlen, Meinungen und natürlich auch ein wenig Sprachpraxis erhalten“, - sagte Nataliia Tkachenko – Pädagogin der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim. Weitere Schwerpunkte sind u.a. das Vernichtungslager in Auschwitz/Oswiecim, die NS-Konzentrationslager im besetzten Europa, die planmäßige Vernichtung von Sinti und Roma, Polen, Russen und vor allem Juden.

„Auschwitz – ist eine Stadt, die eine schreckliche Geschichte hat. Es ist fast unmöglich, das Stigma zu löschen, aber wir wollen der jüngeren Generation vermitteln, dass das, was passiert ist – sich nicht wiederholen darf“. sagt Anna Chodacka – Theater-Lehrerin am Gymnasium ?8 in Oswiecim/Auschwitz.

Auch acht junge Tänzer des tanzenden Theaters aus Wolfsburg nehmen an diesem Projekt teil. "Für mich ist es harte Arbeit. Es ist schwierig, Tanz mit sehr wichtigen Themen zu verbinden und so die Herzen junger Menschen zu erreichen. Aber wir haben es geschafft und jetzt die Projektteilnehmer haben damit begonnen, ihre Ideen zu bieten, „- sagt Ana Claudia Ronzani - Tanzpädagogin des tanzenden Theaters in Wolfsburg und künstlerische Koordinatorin des Projekts. Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung des deutsch-polnischen Jugendwerk und IG Metall VfL Wolfsburg realisiert.

Den Abschluss der Woche wird eine Aufführung des erarbeiteten Stücks in Kirowograd bilden, bevor die Jugendlichen am Sonntag die Heimreise antreten werden.


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