IG Metall Wolfsburg
04.03.2026 | +++ Protestaktion gegen Kürzungspläne begleitet die Betriebsratswahl +++ Starkes Ergebnis trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
Die Belegschaft der IAV in Gifhorn durchlebt derzeit schwierige, von Unsicherheit geprägte Zeiten. Obwohl bereits Personal abgebaut wurde, hält das Unternehmen an weiteren Spar- und Kürzungsplänen fest, verweigert in den Gesprächen und Verhandlungen mit den Betriebsräten und der IG Metall Zusagen zu einer perspektivischen Beschäftigungssicherung und liefert immer wieder widersprüchliche Aussagen. Ein Zustand, der den Beschäftigten nicht länger zuzumuten ist.
Der Betriebsrat am Standort Gifhorn und die IG Metall erhöhen aktuell deswegen den Druck. Nachdem sich bereits letzten Dienstag rund 200 Beschäftigte für eine Kundgebung im Rahmen einer „aktiven Mittagspause“ vor dem Firmengebäude versammelt hatte, kamen an diesem Dienstag, dem Tag der Betriebsratswahl, sogar rund doppelt so viele Beschäftigte für die Aktion zusammen und machten ihrem Ärger Luft.
Dementsprechend hoch viel die Wahlbeteiligung aus. Fast 50 Prozent der wahlberechtigten Beschäftigten nahmen an der Betriebsratswahl teil. Das waren deutlich mehr als bei den vergangenen Wahlen (rund 42 Prozent). Alle der 21 Betriebsratsmandate gingen dabei an Kandidatinnen und Kandidaten der IG Metall. Der allergrößte Teil des neuen Betriebsrates setzt sich aus Kolleginnen und Kollegen zusammen, die bereits im amtierenden Gremium vertreten sind. Die meisten Stimmen erhielt Jörn Klenner, amtierender Betriebsratsvorsitzender. Das neue Gremium kommt schon in Kürze zur konstituierenden Sitzung zusammen.
„Im Namen aller neu gewählten Kolleginnen und Kollegen bedanke ich mich bei der Belegschaft für das Vertrauen. Vor uns liegen große Herausforderungen, die wir jetzt geschlossen und mit aller Kraft angehen werden. Es tut gut, die Belegschaft dabei hinter uns zu haben. Wir werden diesen Zusammenhalt brauchen“, sagte Jörn Klenner nach der Auszählung der Stimmen.
Auch Vertrauenskörperleiter Ronnie Giesecke hebt den Stellenwert des Wahlergebnisses hervor. „Das Ergebnis gibt dem Betriebsratsgremium den nötigen Rückhalt für die anstehenden Aufgaben und ist ein deutliches Signal an das Unternehmen, dass die Belegschaft der IAV bereit ist, gemeinsam für eine Zukunft der Arbeitsplätze und des Standortes zu kämpfen. Das hat für uns oberste Priorität“, so Giesecke.
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