Ablauf Bildungsurlaub 2025 im Wohnbezirk Wesendorf

19.11.2025 | Der Wohnbezirk Wesendorf organisierte einen vielseitigen und informativen Bildungsurlaub. Unter dem Titel „Entdecken, was man schon zu kennen glaubt“ wurde über fünf Tage hinweg die Region vor der eigenen Haustür näher erkundet.

Am ersten Tag begann der Bildungsurlaub mit einem ausführlichen Vortrag über einen Milchviehbetrieb mit 240 Kühen und einer Biogasverwertung. Landwirt Olaf Müller erläuterte den 26 Teilnehmenden, wie der Betrieb mit vier Melkrobotern funktioniert und welche Investitionen in Geld, Arbeit und Technik notwendig waren, um einen dauerhaft erfolgreichen Betrieb zu gewährleisten.

Der zweite Tag führte die Gruppe zur Zuckerrübenfabrik in Uelzen. Vielen ist der typische Geruch bekannt, der entlang der B4 in Höhe der Fabrik wahrnehmbar ist. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erhielten die Teilnehmenden eine dreistündige Führung durch den ehemaligen Mitarbeiter Herrn Messerschmidt, der auch den Leitstand der Fabrik erklärte.

Am dritten Tag stand ein Besuch der Pfarrkirche in Osterwohle auf dem Programm. Kirchenführer Herr Wrobel erläuterte die Geschichte und die Schnitzereien der Holzkirche, die 1621 von der Familie von Schulenburg erbaut wurde. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und wird durch Spenden sowie private Stifter unterhalten.

Am vierten Tag führte die Reise nach Gorleben ins Brennelemente-Zwischenlager BGZ, das Abfall-Zwischenlager AZG, sowie die Pilot-Konditionierungsanlage PKA. Dr. Tristan Zielinski von der BGZ begrüßte die Gruppe und führte sie zunächst durch das Informationshaus in Gorleben, wo die Teilnehmenden bei Kaffee und Keksen eine detaillierte Einführung erhielten. Anschließend besichtigte die Gruppe das Gelände des Zwischenlagers. Jede Person musste – wie bereits im Vorfeld angekündigt – eine Sicherheitskontrolle durchlaufen, um den Anforderungen der nationalen Sicherheit gerecht zu werden. Die Teilnehmenden waren beeindruckt von den strengen Sicherheitsvorkehrungen und der Komplexität des Betriebs. Außerdem wurde die Erweiterung und Nachrüstung der Anlage erläutert.

Am letzten Tag besuchten die Teilnehmenden die Biogasanlage mit Nahwärmenetz der Firma Falke in Pollhöfen. Die Firma hat in Millionenhöhe investiert, um die Ortschaft mit Nahwärme zu versorgen und das Dorf weitgehend energieautark zu machen. Die nachwachsenden Rohstoffe werden nachhaltig in der Umgebung angebaut, wodurch kurze Transportwege entstehen und die Umwelt entlastet wird. Eine Hackschnitzelheizung mit einem 96 m³ großen Warmwasserspeicher dient als Notheizung.

Zum Abschluss gilt der Dank Christian Hartmann, dem neuen Dozenten, mit dem alle Themen des Bildungsurlaubs in der verbleibenden Zeit nachbesprochen wurden.
Abschließend pflanzten die Teilnehmer zum Erhalt unseres Klimas einen Mammutbaum im Baumlehrpfad Pollhöfen.

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