Die Wohnbezirksarbeit der IG Metall Wolfsburg ist ein wichtiger Baustein der Gewerkschaftsarbeit in unserer Region

Ausgehend von der These, dass Metallerinnen und Metaller auch Bürgerinnen und Bürger in ihren Kommunen sind, ist es folgerichtig, dass wir uns als Gewerkschafter auch mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort beschäftigen. Unsere Wohnbezirksarbeit soll deshalb auch motivieren sowie aktivieren und die Interessen unserer Mitglieder bündeln sowie kanalisieren. Damit stoßen wir den Willensbildungsprozess an der Basis an und bringen wichtige Themen und Diskussionen in unsere IG Metall.

Dabei spielen unsere Vertrauensleute und Betriebsräte eine besondere Rolle. Sie tragen die Diskussionen aus den Wohnbezirken und Pendlerorten in die Betriebe und verknüpfen so die Arbeitswelt mit der Lebenswirklichkeit außerhalb der Betriebe. Gesellschaftspolitische Themen kommen so schneller in die Betriebe. Dabei spielen die Erfahrungen als Arbeitnehmer, Nachbar, Eltern, Mieter oder als Verbraucher eine wichtige Rolle und das Diskussionsergebnis steht auf einem stabilen Fundament. Eine große Rolle spielen auch die kulturellen Veranstaltungen, von "Rock für Toleranz" bis hin zu Kabarettveranstaltungen oder Boßelturnieren.

Diese Bandbreite an Aktionen ist engagierten Metallerinnen und Metallern zu verdanken, ihrer Kreativität und ihrem Mut in Utopien zu denken. Daraus folgt: Wir werden die Wohnbezirksarbeit weiter ausbauen und weiterentwickeln. Nur so können wir gemeinsam die zukünftigen Aufgaben bewältigen und neue Anstöße für gesellschaftspolitische und gewerkschaftliche Diskussionen geben.

Hartwig Erb
Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg

Wohnbezirke geben sich zusätzliche Struktur

Wolfsburg - Die 25 Wohnbezirke der IG Metall Wolfsburg haben sich eine zusätzliche Organisationsstruktur gegeben. Aufgeteilt in die vier Regionen Nord, West, Süd und Mitte wollen sie künftig einen Teil ihrer Aktionen bündeln und gemeinsam anbieten.

"Jeder Wohnbezirk, Ortsteil und Pendlerort bleibt autonom und kann selbst die Inhalte der Aktionen bestimmen. Parallel dazu gibt es jedoch immer wieder Themen, die allen Wohnbezirken stattfinden", erläutert Andreas Sorge, Sprecher der Wohnbezirke. "So können wir mehr Öffentlichkeit erreichen, effektiver arbeiten und unser Netzwerk ausweiten", sagt Sorge.

"Gemeinsam können wir zum Beispiel politische Themen angehen, wie zum Beispiel in der Vergangenheit 'No NPD' oder 'TTIP'", sagt Sorge. Bei der Vorbereitung von Ständen kann Arbeit gespart werden und wenn dann zum Beispiel eine zentrale Aktion in Gifhorn angeboten wird, zieht das mehr Mitglieder an, als wenn in einem kleinen Ort ein Stand aufgebaut wird. Wenn es jedoch um lokale Probleme - ein neuer Fahrradweg oder ein örtliches Umweltproblem - dann kann jeder Wohnbezirk wie bisher frei agieren.


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