Kampagne der IG Metall Wolfsburg macht für Zukunftsthemen mobil

Wolfsburg - Die IG Metall Wolfsburg startet eine große Imagekampagne: In Vitrinen, auf Bussen und in den Betrieben stellt die Gewerkschaft in Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt ihre Zukunftsthemen vor. "Das ist unsere Vorbereitung auf die kommenden Tarifverhandlungen und Betriebsratswahlen", erklärt Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg.

"Es gibt sechs Plakatmotive, deren Themen für uns eine wichtige Rolle spielen." Alle Fotos entstanden im Wolfsburger Allerpark und vor dem Phaeno mit Kindern von Gewerkschaftern aus der Region. "Es geht uns um die Zukunft, deshalb präsentieren in diesem Fall Kinder die Zukunftsthemen der IG Metall aus der Perspektive von Heranwachsenden", erklärt Erb die Motivauswahl.

So geht es um mobiles Arbeiten und die Digitalisierung der Arbeit. "Die Digitalisierung ist auch eine Frage der Industrie 4.0. Und sie nützt nichts, wenn die entsprechende Infrastruktur nicht vorhanden ist", erläutert Lothar Ewald, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall. "Es sind aber nicht nur Arbeitsthemen, sondern auch gesellschaftspolitische Themen, die zutiefst in unser privates Familienleben eingreifen", betont Erb.

"Wann kriegen wir Arbeit und Familie endlich unter einen Hut?", heißt es auf einem weiteren Plakat. Es gehe es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wenn Angehörige gepflegt und Kinder betreut werden müssen, so Ewald.

"Nicht nur strampeln, sondern auch lenken", heißt es, wenn es um die Novellierung von Mitbestimmungsgesetzen geht. Auch die Gerechtigkeitsdebatte steht für die IG Metall auf der Agenda ganz oben. "Wir brauchen mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft", forderte Erb.

"Opa sagt, Metall kennt kein altes Eisen", ist auf einem weiteren Plakat zu lesen. Ältere Arbeitnehmer bringen entsprechende Berufserfahrung mit. "Wir könnten uns beispielsweise gut vorstellen, dass erfahrene und dadurch auch ältere Arbeitnehmer jungen Facharbeitern helfen, in den Beruf einzusteigen. Der Ältere bringe schließlich das entsprechende Fachwissen mit", sagt Erb.

So zeige man jetzt bereits die Ziele auf, die man mit den Tarifverhandlungen verfolge. Diese beginnen Mitte Oktober. Im Mittelpunkt stehe der Mensch. Er soll für einen vernünftigen Job vernünftig ausgestattet und bezahlt werden. Dabei gelte es, den Begriff "Vollzeit" zu definieren. Es gebe eine 35-Stunden-Woche. Doch in der Regel würden viele 60 Stunden arbeiten. Das gehe so nicht!

Die Imagekampagne läuft nicht nur in Wolfsburg, sondern auch in Gifhorn und Helmstedt. Zwei Busse werden in Wolfsburg mit entsprechender Werbung durch die Stadt fahren. Zudem sind vor dem Bahnhof und in der Innenstadt Vitrinen aufgebaut, die Motive der Kampagne zeigen. Auch auf Megalights, in den Bussen des Internen Shuttleservice bei VW sowie in Betrieben werden die Plakate der Kampagne zu sehen sein. In Gifhorn macht ein Bus auf die Kampagne aufmerksam. In Helmstedt wird auf Anliegen der IG Metall eine Litfaßsäule gestaltet. Die Imagekampagne soll ab Mitte Januar in die Betriebsratswahl-Kampagne überleiten.


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